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08.10.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Ballern am Hindukusch

Militärische Videospiele erfreuen sich großer Beliebtheit. So ziehen die meist jungen Spieler auch immer öfter mit virtuellen Bundeswehrsoldaten aufs Schlachtfeld

Michael Schulze von Glaßer
In der kommenden Woche erscheint in Deutschland der neueste Teil der Videospielserie »Medal of Honor«. Der Spieler schlüpft in dem nahezu fotorealistischen First-Person-Shooter in die Rolle eines Soldaten der US-Eliteeinheit »Tier-1«. Der elfte Teil des Spiels versetzt den User dabei in ein reales Szenario: Gekämpft wird in den kargen Höhen des afghanischen Hindukusch-Gebirges, bekämpft werden Aufständische und Taliban. Das Spiel sorgte bereits bei seiner Präsentation im August auf der Videospielmesse Gamescom in Köln für Furore: Im Mehrspielermodus kann man auch in die Rolle der Taliban schlüpfen, um dann die NATO-Truppen zu bekämpfen. »Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben«, empörte sich der Sprecher des Bundeswehrverbands damals im Focus. Trotz Kritik mehrerer in Afghanistan tätiger NATO-Staaten hielt Hersteller Electronic Arts aus Redwood im US-Bundesstaat Kalifornien an dem Mehrspielermodus...

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