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30.09.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Neuer RAF-Prozeß

Ab heute muß sich Verena Becker in Stuttgart wegen der Erschießung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback vor 33 Jahren verantworten

Torsten Hamann
Die Justiz nimmt 33 Jahre nach der Erschiessung von Generalbundesanwalt Siegfried Buback nun noch mal Anlauf, das Attentat vom 7. April 1977 aufzuklären. Das ehemalige Mitglied der »Roten Armee Fraktion« Verena Becker muß sich ab dem heutigen Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Stuttgart wegen des Vorwurfs der Mittäterschaft verantworten. Allerdings glaubt die Bundesanwaltschaft nicht, daß sie es war, die damals auf den Generalbundesanwalt und seine beiden Begleiter geschossen hat. Michael Buback, Sohn des Ermordeten, ist dagegen überzeugt, daß Becker die Täterin war. Er glaubt, das beweisen zu können und tritt deshalb im Verfahren als Nebenkläger auf.

Der Ablauf des Anschlags ist klar: Am 7. April 1977 fuhren in Karlsruhe zwei vermummte RAF-Mitgieder auf einem Motorrad neben Bubacks Dienst­wagen, der an einer Ampel gehalten hatte. Der Täter auf dem Sozius feuerte dann mit einem automatischen Gewehr aus nächster Nähe durch das rechte Seitenfenster in da...

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