24.09.2010 / Feminismus / Seite 15

Vorenthaltenes Grundrecht

UNO: Mädchen in Entwicklungsländern bei Bildungschancen weiter benachteiligt

Thomas Berger
Auf dem soeben zu Ende gegangenen Bilanzgipfel zu den Millenniums-Entwicklungszielen (MDG) mußten die Teilnehmer einräumen, die meisten Selbstverpflichtungen bei der Bekämpfung von Armut und Hunger bis 2015 nicht erfüllen zu können. Eine Ausnahme bildete hierbei die Bildung. 89 Prozent der Kinder weltweit besuchen den UN-Berichten zufolge mittlerweile eine Grundschule, lernen also lesen, schreiben und rechnen. Das ist ein bemerkenswerter Teilerfolg. Aber: Vom Fortschritt profitieren Mädchen in weitaus geringerem Maße als Jungen.

Zum Beispiel Indien: Hier lebt ein Sechstel der Weltbevölkerung, die wirtschaftliche Dynamik ist enorm. Auch hier gehen inzwischen die meisten Mädchen zur Schule. Viele Inder haben erkannt, wie wichtig Bildung auch für ihre Töchter ist. Dennoch bleibt auffällig, daß der Mädchenanteil spätestens ab Klasse sechs spürbar sinkt. Ein zu Wochenbeginn anläßlich des UN-Gipfels vorgelegter Bericht zeigt, daß die Verhältnisse in vielen and...

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