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23.09.2010 / Inland / Seite 4

Unruhe im Wendland

Regierung plant angeblich privaten Betrieb von Endlagern. Atomkraftgegner bereiten sich auf Aktionen rund um Gorleben am 2. Oktober vor

Reimar Paul
Am Dienstag mittag gab die niedersächsische Landesregierung grünes Licht für die weitere Erkundung des Salzstocks Gorleben als Endlager für hochradioaktiven Müll. Bereits am Abend protestierten Atomkraftgegner in Dannenberg dagegen. Als nächsten Schritt planen sie einen »Unruhetag«.

Am 2. Oktober wollen Anticastorgruppen und Aktivisten unter anderem mit Chorproben, Sitzblockaden, Tanzstunden und Kaffeetafeln auf den wichtigsten Zufahrtsstraßen in den Landkreis Lüchow-Dannenberg für Unruhe sorgen.

Für die Untersuchung des Salzstocks soll ein Rahmenbetriebsplan aus dem Jahr 1983 wieder aus den Schubladen geholt und in Kraft gesetzt werden. Rechtliche Grundlage für die Erkundung ist das Bergrecht, das im Vergleich zum strengeren Atomrecht kaum Beteiligungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit vorsieht. Die geplanten Enteignungen von Grundbesitzern, die Land über dem Salzstock haben, sollen allerdings nach dem Atomrecht erfolgen. Das bringt die Atomkraftgegn...



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