20.09.2010 / Inland / Seite 4

Kein Spaß für Abtreibungsgegner

Berlin: »Marsch für das Leben« von lautem Protest und Gegenaktionen begleitet. Mehrere Festnahmen

Anna Bock
Am Samstag war es wieder soweit: Fundamentalistische Christen waren aus ganz Deutschland nach Berlin gereist, um mit weißen Holzkreuzen und einem Schweigemarsch gegen »Abtreibung und Euthanasie« zu demonstrieren. Organisiert wird der jährliche »Marsch für das Leben« vom »Bundesverband Lebensrecht« (BVL), einem Dachverband von 14 deutschen und österreichischen Organisationen von Abtreibungsgegnern. Die Teilnehmerzahlen am diesjährigen Schweigemarsch schwankten zwischen 200 Demonstranten laut dpa und 700 Teilnehmern nach Angaben der Berliner Polizei.

Viele Gegendemonstranten hatten sich unter die christlichen Fundamentalisten gemischt. Das Bündnis »Gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus« hatte zu »vielfältigem Protest« aufgerufen. Diesem Aufruf unter dem Motto »1000 Kreuze in die Spree« waren etwa 800 Personen gefolgt. Die drei angemeldeten Kundgebungen mußten jedoch alle hinter Absperrgittern durchgeführt werden. Die Protestierer ließen...

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