17.09.2010 / Inland / Seite 8

»Wir raten den Schülern zu öffentlichen Protesten«

NRW-Landesregierung ist wenig geneigt, das ­Kooperationsabkommen mit der Bundeswehr zu kippen. Ein Gespräch mit Robin Cramer

Michael Schulze von Glaßer
Robin Cramer ist Mitglied des Vorstandes der LandesschülerInnenvertretung NRW

Die neue Landesregierung von SPD und Grünen in Nordrhein-Westfalen könnte die 2008 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen dem Schulministerium und der Bundeswehr kippen. Die Betonung liegt auf »könnte« – warum müßte sie das aus Ihrer Sicht tun?

Die Vereinbarung erleichtert der Bundeswehr den Zugang in die Klassenzimmer. Jugendoffiziere – rhetorisch und didaktisch geschulte jüngere Militärs – sollen Schülerinnen und Schüler über Sicherheitspolitik aufklären. Natürlich nur über deren militärische Aspekte. Über friedliche und zivile Wege der Konfliktlösung klärt die Bundeswehr hingegen nicht auf – den jungen Menschen soll vielmehr das politische Instrument »Militär« nahegelegt werden. Außerdem sieht die Kooperationsvereinbarung zwischen Armee und Schulministerium die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften durch die Bundeswehr vor.

Ihr Vorstand hat si...


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