30.08.2010 / Feuilleton / Seite 13

Das große Narrativ

Eine Wanderausstellung zur Kolonialgeschichte bei der Berliner SPD

Alexander Reich
Die Galerie des Kurt-Schumacher-Hauses, Sitz der Berliner SPD, wird zur Zeit vom nahestehenden August-Bebel-Institut bespielt. Das zahlt Miete, um es mit der Nähe nicht zu übertreiben, sagt Geschäftsführer Ingo Siebert. Am Freitag abend wurde hier, im ehemaligen Arbeiterbezirk Wedding, der heute mehrheitlich von klammen Migranten bevölkert ist, die Ausstellung »freedom roads!« eröffnet. Ihr Thema ist die Kolonialgeschichte; »das nächste große Narrativ nach dem Holocaust«, meint Kuratorin HMJokinen. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, nach Berlin sind Frankfurt/Main, Weimar und auch die Schweiz dran.

Schräg gegenüber der Galerie leuchtet in blassem Rot wie ein schiefer Wimpel das Markenzeichen der »Agentur für Arbeit«. Betritt man die Ausstellung, fällt der Blick vielleicht als erstes auf ein Foto, das hier 1958 aufgenommen wurde, ein paar hundert Meter die Straße hoch: Der damalige SPD-Bezirksbürgermeister weiht im »afrikanischen Vierte...

Artikel-Länge: 8191 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe