28.08.2010 / Ausland / Seite 2

Im Ausstand gegen »Sparpläne«

Chile: Größte Massenproteste seit Präsident Piñeras Amtsantritt im März

Benjamin Beutler
Chiles konservative Regierung gerät unter Druck. Gegen deren Pläne, 2500 Beamte und Arbeiter im öffentlichen Dienst zu entlassen, traten am Donnerstag (Ortszeit) Zehntausende Menschen in den Streik. Aufgerufen dazu hatte die »Nationale Vereinigung der Staatsbediensteten« (ANEF) ihre 80000 Mitglieder. 90 Prozent von ihnen, so die Gewerkschaft, beteiligten sich am landesweiten Ausstand. »Damit hätten wir nicht gerechnet, denn viele Mitglieder haben Angst, ihre Arbeit zu verlieren«, erklärte ANEF-Präsident Raúl de la Puente am Freitag.

Gegen die Sparvorhaben der Regierung formierte sich in Santiago de Chile der bisher größte Demonstra­tionszug seit Amtsantritt von Präsident Sebastián Piñera im März dieses Jahres. Verschiedenen Angaben zufolge gingen in der Hauptstadt 5000 bis 10000 Menschen auf die Straße. Auch in der 120 Kilometer westlich der Kapitale gelegenen Hafenstadt Valparaíso, dem Sitz des Kongresses, demonstrierten Tausende.

Ungeachtet der Massen...



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