26.08.2010 / 73 / Seite 15

Störche im Salat

Zwei Wirtschaftswissenschaftler aus Friedrichshafen erklären die ostdeutsche Wirtschaft aus der Stasi heraus

Heidrun Jänchen
Dafür, daß Störche Kindersegen verursachen, gibt es viele statistische Belege. Die Zahlen für Storchenpaare und Geburten korrelieren bei gut ausgewählten Stichproben hervorragend. Allerdings erklärt diese Theorie nicht, warum Jena die einzige thüringische Stadt mit Geburtenüberschuß ist, obwohl seit Jahrzehnten nicht ein einziger Storch gesichtet wurde. Mit Jena hat auch Professor Marc Tyrell, Wirtschaftswissenschaftler an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, ein Problem. Seiner Theorie zufolge leidet die Wirtschaft im Osten Deutschlands auch 2010 noch unter dem Vertrauensverlust, den die Stasibeobachtung verursachte: Je stärker früher die Überwachung, um so schwächer heute die Wirtschaft. Jena allerdings, einst Zentrum der unabhängigen Friedensbewegung und Produktionsstätte strategisch wichtiger Güter für Mikroelektronik und Rüstung, wurde intensiv überwacht und gehört trotzdem zu den wenigen florierenden Städten im Osten. Im Interview mit der Thüri...

Artikel-Länge: 7079 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe