26.08.2010 / Inland / Seite 2

»Hessen-CDU ist kein Hort der Liberalität«

Landesinnenminister Bouffier will am Dienstag Ministerpräsident werden. Vorher gilt es noch einen Skandal zu klären. Gespräch mit Jürgen Frömmrich

Gitta Düperthal
Jürgen Frömmrich ist innenpolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen im Landtag von Hessen

Der hessische CDU-Vorsitzende und Innenminister, Volker Bouffier, will sich am Dienstag als Nachfolger von Roland Koch zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Wird die hessische CDU Ihrer Einschätzung nach als rechter Kampfverband agieren?

Sie ist mit Sicherheit nicht der Hort von Freiheit und Liberalität – so haben wir auch Bouffier in der Vergangenheit nie wahrgenommen. Er war immer eng mit Roland Koch und den Seinen verwoben. Schon bei den legendären Treffen auf der Tankstelle in der Wetterau war er dabei, wo Spitzenkräfte der hessischen CDU sich einst als Mitglieder der Jungen Union gegenseitige Verbundenheit geschworen haben. Zu den Teilnehmern gehörten der jetzige Finanzminister Karlheinz Weimar, der ehemalige Bundesratsminister und Opel-Lobbyist Volker Hoff und Exkultusministerin Karin Wolff. Ich glaube daher nicht, daß Bouffiers Regierungsübernahme ei...

Artikel-Länge: 4677 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe