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12.08.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Gegen die Verdrängung

Hungerstreik im Grunewald: Der Palästinenser Firas Maraghy kämpft für sein Recht, mit seiner Familie in Ostjerusalem leben zu dürfen. Israels Botschaft stellt sich quer

Rolf Verleger
Seit mehr als zwei Wochen befindet sich Firas Maraghy im Hungerstreik vor der israelischen Botschaft in der Auguste-Viktoria-Straße in Berlin-Grunewald. Maraghy ist Palästinenser aus Ostjerusalem. Ostjerusalem ist seit Juni 1967 von Israel besetzt und mittlerweile annektiert; Palästinenser aus Ostjerusalem haben Bewegungsfreiheit in Israel, erhalten aber von Israel keine Staatsbürgerschaft. Nun verweigert die Botschaft der im Dezember 2009 geborenen Tochter von Herrn Maraghy, Zaynab, die Ausstellung eines »Laissez Passer«, des Reisedokuments für Ostjerusalemer Palästinenser. Dieses Papier und damit ihre Registrierung würde seiner Tochter das Recht auf ein Leben in Jerusalem verschaffen.

Das Personal der Konsularabteilung legte Firas Maraghy nahe, seiner Tochter einen deutschen Paß ausstellen zu lassen, da ihre Mutter – Firas Maraghys Frau – deutsche Staatsbürgerin ist. Mit einem deutschen Paß könnten jedoch israelische Grenzbeamte der kleinen...

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