10.08.2010 / Ausland / Seite 7

In Santa Cruz

Boliviens Präsident Morales geht auf Rechtskräfte zu. Rede am Nationalfeiertag vor Granden der Tieflandoligarchie

Benjamin Beutler
Es war ein denkwürdiger Moment, als Boliviens linker Staatspräsident Evo Morales am vergangenen Freitag vor Parlamentariern, der gesamten Regierungsmannschaft sowie den Granden der bolivianischen Tieflandoligarchie eine Rede hielt. Zum ersten Mal in 185 Jahren republikanischer Unabhängigkeit, die am 6. August mit Militärparaden und Straßenfesten landesweit gefeiert wurde, war die Boomtown und rechte Oppositionshochburg Santa Cruz de la Sierra als Ort der offiziellen Feierlichkeiten ausgewählt worden.

Die »Gesetzgebende Plurinationale Versammlung« (ALP), wie der bolivianischen Kongreß laut der neuen Verfassung heißt, hatte sich im Salón Chiquitano des Expocruz-Messegeländes versammelt, dem Zentrum des mächtigen Agrobusineß. Hier erklärte Morales, daß es auch nach viereinhalb Jahren Amtszeit seiner Regierung »noch immer strukturelle Schwächen im Kampf gegen den Schmuggel, Drogenhandel und bei der Realisierung von Investitionen« gebe.

Die sezessionistische...



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