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27.01.2000 / Thema / Seite 0

Eiszeitliche Torflinse

Die Gegend südlich des Brandenburger Tores - ein Areal ohne glücklichen Genius loci. Reminiszenzen

Harald Wessel

Als Charlie Chaplin am Abend des 11. März 1931 in Berlin die Nachricht vom tödlichen Autounfall seines Freundes Friedrich Wilhelm Murnau im fernen Santa Barbara erfuhr, da packte ihn momentaner Aberglauben. Impulsiv schickte er den Leihwagen weg und stapfte durch den verschneiten Tiergarten zum Adlon, wo er während seines Aufenthaltes in der deutschen Hauptstadt logierte. Er holte sich eine mächtige Erkältung, die das Besuchsprogramm durcheinanderbrachte. Überhaupt hatte Chaplin seine Not mit Berlin. Ihm fehlte ein kongenialer Stadtführer wie Egon Erwin Kisch. Der aber war gerade in Moskau.

»Wenn er schon Angst vor dem Auto hatte - warum hat er nicht die S-Bahn genommen? Die war ihm wohl nicht fein genug?« Dieser 1999er Kommentar eines zugereisten Publizisten zu Chaplins Malheur vom März 1931 torkelt ein wenig durch den Tunnel der Zeiten. Der unterirdische S- Bahnhof »Unter den Linden« und dessen südwestlicher Zugang unmittelbar vor dem Adlon existiere...

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