27.01.2000 / Ausland / Seite 0

Indonesien vor dem Zerfall?

Unabhängigkeitsbewegungen bringen Zivilregierung in Jakarta in Bedrängnis

Rainer Werning

Mit tatkräftiger Unterstützung des Westens gelang Ex-General Suharto von 1966 bis 1998 der zweifelhafte Aufstieg zu Südostasiens dienstältestem Despoten. Sein politischer Ziehsohn, Jusuf Habibie, hielt sich gerade mal eineinhalb Jahre an der Macht, bis Ende Oktober 1999 anstelle der voreilig als Nachfolgerin im Präsidentenamt gesehenen Megawati Sukarnoputri Abdurrahman Wahid das Rennen machte. Doch das politische Erbe, das Wahid zu verwalten hat, erweist sich als unwägbare Last.

Das eindrucksvolle Unabhängigkeitsvotum der Osttimoresen Ende August 1999 in Portugals Ex-Kolonie und Indonesiens widerrechtlich annektierter 27. Provinz war ein Fanal. Seitdem sind in mehreren Regionen des mit über 210 Millionen EinwohnerInnen bevölkerungsreichsten und größten Staates in Südostasien und der muslimischen Welt Unruhen, Hungerrevolten, Plünderungen und gewaltsame interethnische und -religiöse Auseinandersetzungen an der Tagesordnung. Selbst beliebte Touristenziel...

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