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24.01.2000 / Ausland / Seite 0

Gestärktes Selbstbewußtsein

Einheit in Vielfalt. Indien läßt seine postkoloniale Ära hinter sich (Teil 1)

Thomas Berger

Zum Wechsel vom 20. ins 21. Jahrhundert steht Indien vor den größten Umwälzungen seiner Unabhängigkeitsgeschichte. Das Land hat eine neue Regierung, der oppositionelle Nationalkongreß seinerseits den ersten Schock über den verheerenden Stimmeneinbruch im September/Oktober des vergangenen Jahres verwunden. Doch eine wirkliche Analyse dessen, was das 99er Wahlergebnis in der »größten Demokratie der Welt« ausmacht, haben bisher weder Sieger noch Verlierer vorgenommen. Deutlich ist beim Blick auf das Abstimmungsverhalten: Seit Mitte der 90er Jahre hat sich Indiens Politik grundlegend verändert. Rund ein halbes Jahrhundert nach Erlangen seiner staatlichen Unabhängigkeit hat das Land jetzt erst begonnen, sein politisches Gefüge entsprechend aufzubauen. 45 bis 50 Jahre hat es gedauert, bis Indien auf diesem Sektor die postkoloniale Ära hinter sich gelassen hat.

Die Tatsache, daß zum dritten Mal hintereinander über 40 Parteien in der Lok Sabha, dem Unterhaus ...

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