23.07.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Waffen fürs Schweigen

Eine Fernsehproduktion zum Fall Eichmann läuft am Sonntag in der ARD. Einige notwendige Ergänzungen, vor allem zur Rolle der Regierung Konrad Adenauers

Hans Daniel
Der Titel enthält alle Zutaten eines Thrillers: »Eichmanns Ende – Liebe, Verrat, Tod«. Was die ARD am kommenden Sonntag um 21.45 Uhr im ersten Programm sendet, ist, so die Erläuterung der Programmzeitschrift Hör Zu, jedoch kein Krimi sondern »fesselnde Geschichtsaufarbeitung mit historischen Aufnahmen und Spielszenen«. Ein »NS-Drama« um die legendengespickte Gefangennahme des Kriegsverbrechers Adolf Eichmann am 22. Mai 1960 in Argentinien, um dessen Verbringung nach Israel und das Jerusalemer Gerichtsverfahren, in dem Eichmann als Verantwortlicher für die Deportation und die Ermordung von Millionen Juden »in einem spektakulären Schauprozeß« (Hör Zu) im Dezember 1961 zu Tode verurteilt und am 1. Juni 1962 hingerichtet wurde. (Über Ablauf und Hintergründe sowie die damit verbundenen Legendenbildungen und die immer noch nicht vollständig zugänglichen Akten zur Rolle des Bundesnachrichtendienstes und anderer Geheimdienste in dieser Angelegenheit informi...

Artikel-Länge: 8894 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe