Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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19.07.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Demokratischer Krieg

Oder: Wie der Spiegel die Heimatfront in Sachen Afghanistan ausrichtet

Kurt Pätzold
Nein, und abermals Nein. Mit Berichten aus den Feldlagern am Hindukusch, verfertigt von Kurzbesuchern, lassen sich die Dinge nicht ordnen. Vor allem nicht, wenn in ihnen von in Zweifel geratenen und enttäuschten Soldaten gehandelt wird. Die Wahrheit ist: Die Heimatfront steht nicht. Zwei Drittel der Deutschen wünschen sich die Rückkehr der Bundeswehrsoldaten, im Klartext: den Ausstieg aus dem Afghanistan-Krieg. Zwar kündigt sich kein November 1918 an. Doch es wird räsoniert, verstärkt dann, wenn deutsche Landser in Särgen repatriiert werden. Dabei sind 43 Tote in acht Jahren Krieg wirklich kein Argument, für die Heimkehr einzutreten. Das meint der Leiter des Ressorts »Deutsche Politik« (das heißt wirklich so) des Spiegel, Dirk Kurbjuweit. Der hat es übernommen, in deutschen Hirnen Klarheit zu schaffen, zunächst in denen der Leser seiner Zeitschrift.

Eine Verwicklung

Der Mann stellt Kernfragen: Warum ist dieser Krieg, von den USA begonnen, überhaupt entsta...

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