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17.07.2010 / Inland / Seite 2

»Bespitzelung ist unwürdig und schürt Mißtrauen«

Prominente fordern, Beobachtung der Linkspartei durch Geheimdienste sofort zu beenden. Ein Gespräch mit Elfriede Begrich

Gitta Düperthal
Elfriede Begrich ist Regionalbischöfin zu Erfurt und Pfarrerin

Mit einem Aufruf haben Prominente sich dafür eingesetzt, daß die Beobachtung der Linken durch den Verfassungsschutz beendet werden muß. Zu den Unterzeichnern gehören zum Beispiel ver.di-Chef Frank Bsirske und der Bundestagsabgeordnete Ottmar Schreiner (SPD). Auch Sie haben den Aufruf unterzeichnet – warum?

Die Frage hätte eher lauten müssen »warum nicht?«, falls ich es nicht getan hätte. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, mich einzusetzen, daß dieser unglaubliche Vorgang beendet wird. Diese Bespitzelung ist unwürdig, schürt Mißtrauen und widerspricht jeder demokratischen Grundhaltung eines Staates. Die Linke ist eine demokratisch gewählte Partei; ihre Abgeordneten sitzen im Bundestag, in Landtagen und kommunalen Parlamenten. Nimmt man Mandatsträger dieser Partei ins Visier des Geheimdienstes, müßten konsequenterweise alle anderen Parteien ebenso überwacht werden. Der Fraktionsv...

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