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10.07.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Unruhe im Refugium

Hongkong: Selbst in der kapitalistischen Musterprovinz wird die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne vorbereitet. Unternehmer verbreiten Weltuntergangsstimmung

Raoul Rigault
Das Wort Mindestlohn hat sich zu einem der zentralen Begriffe in der wirtschafts- und sozialpolitischen Debatte entwickelt. Nachdem zunächst im Zuge der neoliberalen Globalisierung die Ausbeutung der »Humanressourcen« spürbar intensiviert wurde, setzt nun die Wirtschafts- und Finanzkrise die Einkommen der abhängig Beschäftigten unter Druck. Dagegen formiert sich nicht nur in Europa Widerstand. Selbst Hongkong, das »Modell« der ökonomischen Deregulierung und des scheinbaren sozialen Friedens, erlebt plötzlich heftige Auseinandersetzungen um die Einführung von Lohnuntergrenzen.

Rund dreitausend Menschen beteiligten sich am 1. Mai 2010 an Protestmärschen der beiden wichtigsten Gewerkschaftsbünde in der ehemaligen Kronkolonie, um von den Unternehmern die Zahlung eines Mindestlohnes von 33 Hongkong-Dollar (HKD) pro Stunde, was 3,35 Euro entspricht, zu verlangen. In einer Sieben-Millionen-Metropole wäre das normalerweise kaum berichtenswert. Doch für die an rü...

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