Schwarzer Kanal
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05.07.2010 / Feuilleton / Seite 12

Die Botschaft zählt

Indianische Musiker kämpfen mit Heavy Metal und HipHop gegen Klischees und neokoloniale Unterdrückung

Thomas Wagner
Sie sind arm und alkoholkrank, stolz und stoisch, haben Adleraugen, tragen Federn, kennen keinen Schmerz, haben im Garten eine Schwitzhütte und das Kriegsbeil längst begraben. Klischees über Indianer gibt es in der Welt des Weißen Mannes zuhauf. Auf dem Sampler »Native America Calling« werden sie auf eine unterhaltsame Weise von jenen zurechtgerückt, die von ihnen betroffen sind: indianische Musikerinnen und Musiker. Bereits im Eröffnungsstück »Indians« führt Robert Mirabel, ein Künstler aus dem Taos Pueblo, die gängigen Stereotype in einer Art Talking-Blues ironisch vor.

Die musikalische Spannweite des Albums reicht von Blues, Folk, Country, Rock, Reggae bis zu HipHop und Dance­floor. Manchmal sind die Stücke angereichert mit Versatzstücken traditioneller indianischer Tanzmusik, wie sie heute auf den Powwows überall in den Reservationen in den USA und in Kanada gespielt wird. Ausgeklammert bleiben spirituelle Musiken, wie sie bei Heilungszeremonien gesp...

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