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29.06.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schluß mit billig

Chinas Arbeiter werden zunehmend selbstbewußter. Dank Streiks und großer Nachfrage steigen Löhne deutlich. Peking ist das recht

Wolfgang Pomrehn
Chinas Vuvuzela-Hersteller haben ein Problem: 50 Millionen dieser nervenden Plastiktröten haben sie in den letzten Monaten exportiert. Aber die Konkurrenz sitzt ihnen im Nacken. Um überhaupt noch jemanden zu finden, der die schweißtreibende Arbeit der Fertigung dieses Exportschlagers auf sich nehmen will, müssen sie die Löhen erhöhen, klagen sie der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Plastikhörner sind ein Beispiel dafür, daß massenhafter Export von Billigwaren nicht immer von Vorteil für das Ausfuhrland sein muß. Sieht man von den Umwelt- und Energieproblemen ab, die sich das Herstellerland aufhalst, bleibt auch relativ wenig Gewinn in der Kasse: Wu Yijun von der Wu Jiying Plastic Product Corporation aus Ninghai südlich von Schanghai klagt gegenüber Xinhua, daß er von den Händlern nur 24 Euro-Cent für eine Vuvuzela bekommt. Sein Gewinn liege bei 0,1 Yuan also 1,2 Cent. In Südafrika würden die Lärminstrumente hingegen für 60 Rand (6,43 Euro) verk...

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