29.06.2010 / Feuilleton / Seite 13

Die ganze Kunst

Kunst ist, was niemand wirklich braucht

Peter Wawerzinek
Was immer einer/eine für Kunst macht, es ist stets Berichterstatten, ist aber auch im Besonderen wie Lyrik denken. Kunst tätigen, in Kunst tun, sich ausquetschen, ausdrücken, ausstellen, ausweisen ist wie nichts weiter als Bekanntgabe von Sinnen und Suchen. Hier ist wer und diese eine menschliche Person bringt einen Gutteil seiner Lebensführung auf, sich mit Dingen zu beschäftigen, die es nicht zum Leben braucht wie Wasser, Brot, Liebe und Kinder. Man nennt das dann Schaffenszeit und weiß dann vor allem, daß Zeit aufgewendet, vergeudet wird, einfach um Bericht zu erstatten. Bericht darüber, daß man auf dieser Welt ist und dem Gesetz der Evolution nur bedingt hörig ist, und wie nebenher klammheimlich oder offiziell der Kunst dient.

Denn Kunst ist im Zustand der Welt nicht vorgesehen, Kunst haben sich die Menschen erarbeitet, indem sie das Handwerk erweitert haben. Aus der Tierbeobachtung ist der zuckende Tanz geworden. Aus dem Heulen des Windes wurde der ...

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