Gegründet 1947 Montag, 12. April 2021, Nr. 84
Die junge Welt wird von 2500 GenossInnen herausgegeben
26.06.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

G 20: Jeder für sich

Bei den Gipfeltreffen in Kanada prallen Interessengegensätze der weltgrößten Kapitalfraktionen aufeinander. Eine gemeinsame Krisenbekämpfung wird es nicht geben

Klaus Fischer
Sigmar Gabriel hat sich auf die Seite der USA geschlagen. »Sparen« allein helfe der Wirtschaft nicht, dozierte der SPD-Chef am Freitag in der Financial Times Deutschland. Nötig seien neue Staatsausgaben zur Ankurbelung der Konjunktur. Also: Weiter Schulden machen, um am Jahresende ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) melden zu können? Das ist die Forderung der Regierung Barack Obamas, die – wie ihre Vorgängerin – auf »Deficit spending« setzt und den britischen Ökonomen John M. Keynes zum Kronzeugen ihrer Politik macht. Gabriel schlägt in dieselbe Kerbe– als wären schleppender Binnenkonsum und Lohndumping in Deutschland nicht hauptsächlich auf Hartz IV, die Aufgabe des Solidargedankens bei der gesetzlichen Sozialversicherung oder die massenweise Einführung der Leiharbeit zurückzuführen. Das ist alles aber SPD-Grünen-Erbe, genauso wie eine drastische Förderung der Vermögenden per Steuergeschenken und wie die Freifahrtscheine für Fi...

Artikel-Länge: 6170 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €