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26.06.2010 / Thema / Seite 10

Dialektik der Anpassung

Theorie. Kritisches Denken zwischen Marx und Foucault (Teil 1). Ohne Verweis auf die Möglichkeit gesellschaftlicher Veränderung kann Kritik zur herrschaftskonformen Geste ­verkommen

Werner Seppmann
Der Kritikbegriff ist mittlerweile zu einer Beliebigkeitsfloskel verkommen. Es gibt kaum eine Haltung in Wissenschaft, Kultur und Mediengeschäft, die sich nicht als »kritisch« darzustellen wüßte. Aufgrund dieser inflatorischen Reklamation des Kritikanspruchs ist eine Rückbesinnung darauf, woran ein kritisches Vorgehen zu erkennen ist, von besonderem Interesse: Worauf bezieht sich Kritik, und was beabsichtigt sie? Mit welchen Methoden und Denkzeugen versucht sie, ihren Selbstanspruch einzulösen? Und nicht zuletzt: Wem dient die Kritik, welchen Interessen ist sie offen oder verdeckt verpflichtet?

Ohne an dieser Stelle auf die Entwicklung des Kritikbegriffs mit der gebotenen Ausführlichkeit eingehen zu können, sei dennoch ein Aspekt hervorgehoben, der sich bei seiner Profilierung herauskristallisiert hat: Kritisiert im strengen Sinne, also in Frage gestellt werden kann nur, was veränderbar ist. Folglich kann die Natur in ihrem An-Sich-Sein nicht Gegenstand ...

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