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24.06.2010 / Inland / Seite 4

Ungerechtigkeit gehalten

Kultusministerkonferenz stellt PISA-Nachfolgestudie vor. Kinder aus Arbeiterfamilien bleiben ­demnach klar benachteiligt

Ralf Wurzbacher
Alles wie gehabt: Über Erfolg und Mißerfolg an Deutschlands Schulen entscheidet nach wie vor maßgeblich der Geldbeutel der Eltern. Zehn Jahre nach der ersten PISA-Schlappe und allen »Reformen« zum Trotz ist die soziale Schieflage im deutschen Bildungssystem so evident wie eh und je. Nach den neuesten, am Mittwoch präsentierten Befunden der Kultusministerkonferenz (KMK) haben Kinder aus der Oberschicht im Bundesdurchschnitt eine viereinhalbmal so große Chance, ein Gymnasium zu besuchen wie ihre Altersgenossen aus einer Facharbeiterfamilie. Und auch am Leistungsgefälle zwischen den Regionen hat sich nichts geändert. In den reichen Südländern lernt es sich weitaus besser als im Norden, mitunter belaufen sich die Wissens- und Kompetenzunterschiede auf ein Schuljahr und mehr.

Die Situation wurde auch dadurch nicht besser, daß die Deutschen inzwischen auf eigene Faust messen. Mit der im Auftrag der KMK vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQ...

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