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23.06.2010 / Inland / Seite 8

»Die jungen Leute müssen erst einmal was zu Essen haben«

Jeder fünfte Jugendliche ist arm – das ist das Ergebnis einer Untersuchung katholischer Hilfsorganisationen. Gespräch mit Pater Franz-Ulrich Otto

Gitta Düperthal
Pater Franz-Ulrich Otto ist Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft ­Katholische Jugendsozialarbeit, in der u.a. der Caritasverband, das Kolpingwerk und Ordensgemeinschaften kooperieren. Pater Otto ist im Orden der Salesianer Don Boscos für 35 Jugendeinrichtungen zuständig

Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland ist arm«, hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit, kurzBAG KJS, in ihrer Untersuchung »Monitor Jugendarmut in Deutschland 2010« festgestellt. Wie definieren Sie Jugendarmut?

Nach EU-Norm sind alle als arm zu bezeichnen, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens erhalten. Das ist aber nur die monetäre Betrachtungsweise; in unserer Arbeit stellen wir fest, daß immer mehr junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren ohne Ausbildung auf der Straße landen. Viele haben kaum etwas gelernt und haben keine stabilen sozialen Beziehungen erlebt. Die BAG KJS erreicht mit ihren insgesamt rund 1000 Einrichtungen etwa 3...

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