14.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Mißtrauen wächst

Klimagespräche in Bonn enden im Streit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Bolivien prangert Tricks des Nordens an

Wolfgang Pomrehn
Die Gräben zwischen Nord und Süd scheinen tiefer denn je. Mit einem heftigen Streit ging am Freitag in Bonn eine zweiwöchige Verhandlungsrunde zu Ende, mit der die nächste UN-Klimakonferenz vorbereitet werden sollte. Keine 24 Stunden vor Abschluß der Zusammenkunft hatte die Versammlungsleiterin Margaret Mukahanana-Sangarwe aus Simbabwe einen neuen Text vorgelegt, der die bisherigen Gespräche zusammenfassen sollte, aber auf wenig Gegenliebe stieß. Boliviens UN-Botschafter Pablo Solon gehörte zu den schärfsten Kritikern des Papiers, in dem er keine Basis für weitere Verhandlungen sah. Es würde die Industriestaaten bevorzugen und zu viele Elemente der Übereinkunft von Kopenhagen enthalten.

Bei letzterem handelt es sich um eine unverbindliche Vereinbarung, die in Kopenhagen zwischen den USA, China, der EU und einigen anderen ausgehandelt worden war. Inzwischen haben sich 120 Staaten diesem Dokument angeschlossen und dabei meist verschiedenerlei Zusagen in Sa...

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