12.06.2010 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Fico ist der am weitesten links stehende Premier Europas«

Gespräch mit Luboš Blaha. Über die vergangene Wahlperiode in der Slowakei, Naserümpfen in Berlin über die anti-neoliberale Regierung in Bratislava und linke Prioritäten in der Politik

David Noack
Dr. Luboš Blaha (30) ist Philosoph und arbeitet in Bratislava. Er ist Autor der Bücher „»Soziale Gerechtigkeit und Identität« (2006) und »Zurück zu Marx?« (2009). Bei den slowakischen Parlamentswahlen am 12. Juni tritt er als Kandidat der sozialdemokratischen SMER-SD an

Vor vier Jahren waren Sie Mitglied der Kommunistischen Partei der Slowakei (KSS), nun treten Sie für die sozialdemokratische SMER an. Warum haben Sie die KSS verlassen?

Ich war eigentlich nie Mitglied einer Partei, weder der KSS noch der SMER. Ich bin ein unabhängiger junger linker Intellektueller, der mit slowakischen linken Parteien kooperiert. Für die KSS arbeitete ich als Außenpolitikexperte. Bei den Wahlen 2006 flog die KSS aus dem Parlament, und ich mußte meinen Job aufgeben. Pavol Paška, der Präsident des Nationalrats, bot mir daraufhin eine Stelle an und seitdem bin ich Berater und Redenschreiber in seinem Büro. Mittlerweile ist die KSS eine Ein-Prozent-Partei, ...

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