09.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Nur ein Schlagabtausch?

Aber immerhin: Marxisten und linke Theologen kamen bei einer Tagung im westfälischen Münster miteinander ins Gespräch

Otto Meyer
Falsche Götter – Religionskritik als Kapitalismuskritik« – diesen Titel trug eine Tagung, zu der zum letzten Mai-Wochenende die Marx-Engel-Stiftung und das katholische Institut für Theologie und Politik nach Münster eingeladen hatten. Referenten waren u.a. Werner Seppmann, Hans-Peter Brenner und Robert Steigerwald sowie Kuno Füssel, Michael Ramminger und Dick Boer – atheistische Marxisten die einen, marxistische Theologen die anderen. Gemeinsames Anliegen war, mögliche Übereinstimmungen in Fragen der Zukunftshoffnungen zu finden.

Das allerdings ist nur ansatzweise gelungen. Die linken Theologen trugen u.a. biblische Textmodelle vor, die auf einen »Befreiergott« hinweisen. Sie verwiesen auf Lateinamerika, wo sich die Bewegungen für einen »Sozialismus des 21. Jahrhunderts« ganz selbstverständlich auch aus der Befreiungstheologie und den religiösen Traditionen der Basisgemeinden oder der indigenen Völker speisen. Solche Vorstellungen wurde...

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