31.12.1999 / Ausland / Seite 0

Streit um Sudans Ölquellen

In Khartum putschten die Putschisten. Hinter Kritik an UNICEF stehen politische Interessen

Anton Holberg

Kurz vor dem Jahreswechsel fand Sudan wieder Erwähnung in den Medien. Der CDU-Politiker Norbert Blüm sprach sich für eine vorübergehende Einstellungen der deutschen Zahlungen an UNICEF aus. Die Kinderhilfsorganisation habe offenbar aus politischen Gründen einer Impfkampagne der Hilfsorganisation Cap Anamur im Süden des Sudan die Unterstützung verweigert, begründete Blüm seinen Vorstoß am Dienstag in Berlin. Blüm war kurz vor Weihnachten mit seinem Parteifreund Heiner Geißler mehrere Tage durch die afrikanische Bürgerkriegsregion gereist. Ein UNICEF- Sprecher wies die Kritik umgehend zurück und erklärte, man arbeite im Sudan mit rund 40 anderen Hilfsorganisationen in der »Operation Lifeline Sudan« zusammen. Dabei dürfe man nur mit Zustimmung beider Konfliktparteien arbeiten. Eine Kooperation mit der von Rupert Neudeck geführten Organisation sei problematisch, da sich Cap Anamur offenbar auf die Zusammenarbeit mit den Rebellen im Südsudan konzentriere.

Erst ...

Artikel-Länge: 4903 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe