03.06.2010 / Thema / Seite 10

Auf Provokationskurs

Hintergrund. Nach dem Untergang der Korvette »Cheonan« bei einem Seemanöver der USA und Südkoreas: Während Seoul und Washington Sturm blasen, wollen China und Moskau die Wogen glätten

Rainer Werning
Es ist möglich, daß eine nordkoreanische Seemine in unser Gebiet getrieben ist«, sagte Südkoreas Verteidigungsminister Kim Tae-Young am 28. März, zwei Tage nach dem Sinken der südkoreanischen Korvette »Cheonan« im Gelben Meer, bei dem 46 Matrosen den Tod fanden. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) fügte der Minister hinzu, daß man keine Absichten dahinter vermute. Nordkorea habe während des ­Koreakrieges (1950–1953) etwa 4000 solcher Minen legt, von denen nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens am 27. Juli 1953 nicht alle entdeckt und gehoben worden seien.1 Gleichzeitig erklärte ein Sprecher im Blauen Haus, dem Amtssitz des südkoreanischen Präsidenten in Seoul, gegenüber der Tageszeitung The Korea Herald, von den vier möglichen Gründen für den Untergang der »Cheonan« – interne Explosion, Kollision mit einem Riff, Explosion einer Seemine oder eine Torpedoattacke – sei eine explodierte Seemine...

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