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02.06.2010 / Inland / Seite 8

»Jugendoffiziere stellen nur die militärische Sicht dar«

Die Bundeswehr vereinbart immer mehr Kooperationen mit den Schulministerien. Ein Gespräch mit Stephan Lippels

Michael Schulze von Glaßer
Stephan Lippels ist Lehrer und in der AG Friedliche Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ­München aktiv

In vier Bundesländern gibt es bereits Kooperationsvereinbarungen zwischen Bundeswehr und Schulministerien – am morgigen Donnerstag soll eine weitere für Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnet werden. Warum protestieren Sie dagegen?

Lehrer müssen die Freiheit haben, Experten in ihren Unterricht einzuladen oder auch nicht. Mit den Kooperationsvereinbarungen und den darin vorgesehenen jährlichen Evaluationen wird Druck auf die Lehrkräfte ausgeübt, die Armee in den Unterricht zu holen. Für die Schüler haben Bundeswehr-Einsätze im Schulunterricht den Nachteil, daß kein kontroverser Unterricht stattfinden kann, sondern nur einseitig aus Sicht der Armee informiert wird. Unsere Kritik geht aber noch weiter: Die Bundeswehr wird immer öfter völkerrechtswidrig im Ausland und grundgesetzwidrig im Inland eingesetzt. Es geht darum, die Militar...

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