Der Schwarze Kanal
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27.05.2010 / Ausland / Seite 7

Blutmai

Vor 30 Jahren zerschlug das südkoreanische Militärregime in Gwangju den ­kurzen Frühling der Demokratie

Rainer Werning
Mit nach offiziellen Angaben 207 Todesopfern endete heute vor 30 Jahren im südkoreanischen Gwangju eine Protestbewegung gegen die damals herrschende Militärjunta. Nichtstaatliche Stellen sprechen seitdem von Hunderten Verletzten und über 2000 Toten. Mit einer Reihe von Gedenkveranstaltungen erinnern deshalb die Menschen und offizielle Stellen in Südkorea in diesen Tagen an das damalige Massaker. Staatschef Myung-Bak sagte, die heutige Demokratie sei »durch das Blut und den Schweiß der Kämpfer für die Freiheit errungen« worden.

In Gwangju im Süden der Koreanischen Halbinsel hatten die Bürger der damals etwa 800000 Einwohner zählenden Stadt vor 30 Jahren Ungeheuerliches gewagt und sich gegen die Militärjunta erhoben. Die Herrschenden sahen die »nationale Sicherheit« gefährdet, warnten vor einer »kommunistischen Unterwanderung« durch Nordkorea und verhängten am 18. Mai 1980 den Kriegszustand. Der blutige Großeinsatz dauerte bis zum 27. Mai.

In den 60er und...



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