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27.05.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geplatzte Träume

2010 sollte für die Staaten Osteuropas das Jahr der wirtschaftlichen Erholung werden. Doch die Finanzkrise läßt alle Prognosen zur Makulatur werden

Tomasz Konicz
Wirtschaftsprognosen zufolge sollte das Jahr 2010 für die meisten Länder Osteuropas das Jahr werden, in dem die schlimmsten Auswirkungen der größten Wirtschaftskrise überwunden sein sollten, die die Region seit Zusammenbruch des realexistierenden Sozialismus erschütterte. Insbesondere der Internationale Währungsfonds (IWF) begleitete die Durchsetzung knallharter Sparprogramme in etlichen osteuropäischen Ländern mit entsprechenden Heilsversprechen. Noch im Herbst wurde ein leichtes Wachstum der Bruttoinlandsprodukte verhergesagt.

Diese Hoffnung der Osteuropäer auf ein rasches Krisenende nährte auch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) auf ihrer jährlichen Generalversammlung im kroatischen Zagreb am 14. Mai, als sie ihre Wachstums­prognose für die Region von 3,3 auf 3,7 Prozent für 2010 anhob.

Dieser optimistische Konjunkturausblick basierte vor allem aus der Erholung der russischen Wirtschaft, die von den steigenden Preisen für En...



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