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26.05.2010 / Ansichten / Seite 8

Keine Entwarnung

Zum Rücktritt von Roland Koch

Rainer Balcerowiak
Auf den ersten Blick ist die Ankündigung von Roland Koch, in Kürze von allen politischen Ämtern zurückzutreten, eine faustdicke Überraschung. Nach dem selbstfabrizierten Debakel der SPD hatte er in Hessen eine nahezu glanzvolle Wiederauferstehung erlebt. Und in der Bundes-CDU galt Koch als Galionsfigur jenes Flügels, dem die ganze Richtung der Bundesregierung nicht paßt. Aktuell war er als Nachfolger des gesundheitlich angeschlagenen Wolfgang Schäuble im Amt des Finanzministers im Gespräch, und bei einem Scheitern von Angela Merkels »schwarz-gelber« Koalition hätte ihm niemand die Spitzenposition in der Partei oder gar die Kanzlerschaft streitig machen können.

Daß Koch seine Ämter ausschließlich aufgibt, um in der Wirtschaft den ganz großen Reibach zu machen, ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich. Vielmehr könnte es sich um eine Art taktischen Rückzug handeln, welcher die Basis für eine künftige Offensive bereiten soll. Der versierte Machtpolitiker dü...

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