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26.05.2010 / Feuilleton / Seite 12

13 Tafeln »an-Nakba«

Kurze Geschichte eines Kernkonflikts: In der Geschäftsstelle der Linkspartei Berlin-Neukölln wird über die Vertreibung der Palästinenser 1948 informiert

Martin Lejeune
Zwei Drittel der etwa 6,5 Millionen Einwohner Jordaniens sind Palästinenser. Weitere 1,7 Millionen palästinensische Flüchtlinge leben innerhalb des Gazastreifens und des Westjordanlandes zusammen mit der einheimischen Bevölkerung unter der israelischen Besatzung. Welchen Repressionen die 400000 Palästinenser ausgesetzt sind, die heute im Libanon überleben müssen, ist ein Thema der Ausstellung »Die Nakba. Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948«. Ihre 13 großen Tafeln waren bereits auf dem Kirchentag zu sehen. Bis 13. Juni stehen sie in der Geschäftsstelle der Linkspartei Berlin-Neukölln.

Das Arabische »an-Nakba« bedeutet »die Katastrophe«. Auf den Tafeln geht es auch um das Davor und das Danach, von den ersten jüdischen Einwanderern 1882 bis eben zur heutigen Situation im Libanon. Palästinenser haben hier keinerlei Bürgerrechte. Wenn sie ein Jurastudium abschließen, werden sie nicht als Rechtsanwälte zugelassen. Sie dürfen nicht als Ärzte arbeiten ...

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