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25.05.2010 / Ausland / Seite 7

Späte Gerechtigkeit?

Opfer der brasilianischen Militärdiktatur verlangen Bestrafung der Täter

Andreas Knobloch
Vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte (CIDH) in San José, Costa Rica, hat in der vergangenen Woche ein Verfahren über das »Verschwindenlassen« von Oppositionellen während der brasilianischen Militärdiktatur (1964–1985) begonnen. Nach dem Willen der klagenden brasilianischen Opfervereinigungen soll das Gericht feststellen, daß es sich bei den begangenen Menschenrechtsverletzungen um Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehandelt habe, die nach auch von Brasilien unterzeichneten internationalen Abkommen nicht verjähren oder Teil von Amnestiegesetzen sein können und deshalb bestraft werden müssen. Ein Urteil wird innerhalb der nächsten vier Monate erwartet.

In dem konkreten Fall geht es um Operationen der brasilianischen Armee gegen die Guerilla von Araguaia zwischen 1972 und 1975. Von siebzig Personen fehlt seitdem jede Spur. Bei von den Familienangehörigen angestrengten Untersuchungen wurden lediglich die sterblichen Überreste vo...

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