Schwarzer Kanal
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25.05.2010 / Feuilleton / Seite 13

De-Emanzipation

Domenico Losurdo hat eine »Gegengeschichte« des Liberalismus geschrieben

Arnold Schölzel
Die Geschichte des Liberalismus in der westlichen Welt ist von Heiligenlegenden durchwoben. Die Gründungsmythen Hollands, Großbritanniens, der USA und Frankreichs besagen, daß in ihnen eine Gemeinschaft von freien Bürgern historisch erstmalig den Individualismus zur Norm von Gesellschaft und Wirtschaft machte. Von Eroberung oder Unterdrückung ist selten die Rede. Wo heute von westlicher Demokratie gesprochen wird, wird vom Krieg geschwiegen.

Der aktuelle Kontext kommt im neuen Buch des italienischen Philosophen und Historikers Domenico Losurdo »Freiheit als Privileg. Eine Gegengeschichte des Liberalismus« nicht vor, ist aber präsent: Es geht hier um den Ursprung beherrschender Züge westlicher Politik. Der Autor konzentriert sich auf »die liberale Bewegung und die liberale Gesellschaft in ihrer Konkretheit«. Seine Gewährsleute sind die großen Rechtstheoretiker und Philosophen des 17. und 18. Jahrhunderts von Jean Bodin über Hugo Grotius, John Locke, Adam ...

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