20.05.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Auf Messers Schneide

China leidet unter schwachem Euro, einem unterentwickelten Binnenmarkt und einer Immobilienblase. Zugleich gewinnen Devisenreserven, Auslandsinvestitionen an Umfang

Tomasz Konicz
Auch die Volksrepublik China, oftmals als der kommende globale Konjunkturmotor gehandelt, leidet unter der europäischen Schuldenkrise. Das chinesische Handelsministerium veröffentlichte am vergangenen Montag eine Erklärung, derzufolge der beständig im Wert sinkende Euro die chinesische Exportwirtschaft zusehends in Bedrängnis bringe. Demnach habe der Euro in den vergangenen vier Wochen gegenüber dem Yuan 14,5 Prozent an Wert eingebüßt und sei auf den niedrigsten Wert seit Ende 2002 gefallen. »Das erhöht den Kostendruck für die chinesischen Exporteure und beeinträchtigt auch Chinas Ausfuhren in die europäischen Länder«, erklärte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Yao Jian, auf einer Pressekonferenz.

Diese Abwertung des Euro werde sich laut Yao Jian auf den chinesischen Handelsbilanzüberschuß auswirken, der neuesten Prognosen zufolge von umgerechnet 196 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 auf rund 100 Milliarden US-Dollar fallen könnte.

Einbr...



Artikel-Länge: 6171 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe