14.05.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Deutsche Abzocker

Handelsbilanzüberschuß und Gewinnübertragungen sorgen für immer größere Schieflage in der EU

Wolfgang Pomrehn
Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Euro-Raum und in der EU, die zu den aktuellen Schwierigkeiten in Griechenland, Portugal und einigen anderen Mitgliedsländern geführt haben, nehmen weiter zu. Das geht aus den neuesten Außenwirtschaftsstatistiken hervor, die dieser Tage vorgelegt wurden. Obwohl der deutsche Binnenmarkt nicht zuletzt aufgrund der seit Jahren sinkenden Reallöhne lahmt, haben die hiesigen Ausfuhren stark zugelegt. Im März lagen sie um beachtliche 23,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit haben die deutschen Exporte fast wieder das Niveau, das sie vor dem Ausbruch der atlantischen Finanzkrise erreicht hatten. Als Reaktion auf diese Zahlen des Bundesamtes für Statistik zitierten verschiedenen Nachrichtenagenturen ungenannte Wirtschaftswissenschaftler, die nun davon ausgingen, daß wider Erwarten die Wirtschaft im ersten Quartals doch leicht gewachsen sei. Das heißt mit anderen Worten, daß der Binnenmarkt weiter geschrumpft ist. Ihm geh...

Artikel-Länge: 5049 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe