14.05.2010 / Ausland / Seite 6

Unerklärter Krieg gegen Pakistan

Hunderte Tote bei Drohnenangriffen. Clintons Drohungen gegen Islamabad angeblich »Mißverständnis«

Knut Mellenthin
Nachdem Hillary Clinton am Sonntag Pakistan mit »strengen Konsequenzen« gedroht hatte, ist die US-Regierung bemüht, die Äußerung der Außenministerin als Mißverständnis darzustellen. Clinton hatte in einem Interview mit dem Sender CBS die Zusammenarbeit mit der pakistanischen Regierung im sogenannten Krieg gegen den Terror als unzureichend bezeichnet. »Wir wollen mehr. Wir erwarten mehr.« Ihre Regierung habe »ganz klargemacht«, fuhr die Außenministerin fort, daß Pakistan mit »strengen Konsequenzen« rechnen müsse, falls sich ein Anschlag in den USA dorthin zurückverfolgen lassen sollte.

Clintons Äußerung hatte Spekulationen ausgelöst, die von einer Kürzung der Finanzhilfe bis zu einer direkten Militärintervention reichten. Pakistanische Oppositionspolitiker bezeichneten die Drohung der Außenministerin und die zunehmende amerikanische Einmischung in die Innenpolitik ihres Landes als Ergebnis der nachgiebigen Haltung der Regierung in Islamabad gegenüber den ...

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