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05.05.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Kubas grünes Projekt

Reformierte Landwirtschaft: Ausweitung der Nutzfläche, Fokussierung auf Familienbetriebe, ökologischer Anbau und urbane Gemüseproduktion

Peter Clausing
Am 16. März 2010 verstörte eine Meldung mit der Überschrift »Kuba schließt 100 Agrarunternehmen« die Leser. Während sich jW auf diese Meldung beschränkte, beeilten sich andere Medien hinzuzufügen, daß Kuba 60 bis 70 Prozent seiner Nahrungsmittel importieren müsse. Präsident Raúl Castro suche nach »Rezepten«, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern. Derartige Meldungen entkoppeln die Fakten vom Kontext, zeichnen ein einseitiges Bild und ignorieren die Tatsache, daß die gesuchten »Rezepte« längst praktiziert werden. Die Mitteilung, daß 100 Betriebe geschlossen werden sollen und 40000 Beschäftigte einen neuen Job finden müssen, kam vom kubanischen Landwirtschaftsminister, Ulises Rosales del Toro, der Mitte März in Villa Clara an der Plenarsitzung des 10. Provinz-Kongresses des Nationalen Kleinbauernverbandes teilnahm.

Während von progressiven Agrarwissenschaftlern die kubanische Landwirtschaft als erfolgreiches Experiment gepriesen wird, veröffent...

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