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30.04.2010 / Inland / Seite 5

Ausflug nach Beeskow

Streikende aus Herforder Baustoffbetrieb Westerwelle werben bei Zweigstelle in Brandenburg um Unterstützung. Resonanz der Kollegen hält sich in Grenzen

Johannes Schulten
Die Stimmung ist trotz allem kämpferisch. Etwa 30 in weiß-rote Streikwesten gehüllte Männer und Frauen drängeln sich vor dem Tor des Baustoffbetriebs W. Westerwelle GmbH & Co. KG im brandenburgischen Beeskow, etwa 30 Kilometer vor der polnischen Grenze. Lautes Hupen ist zu hören, vereinzelt werden die Kollegen hinter dem Tor aufgefordert, herauszukommen und sich zu solidarisieren.

Eigentlich müßten die Anwesenden enttäuscht sein. Am frühen Mittwoch morgen sind sie aus dem 430 Kilometer entfernten Hauptwerk von Westerwelle im nordrhein-westfälischen Herford mit dem Bus in die brandenburgische Provinz aufgebrochen, »um unsere Kollegen zur Unterstützung aufzufordern«, berichtet ein Arbeiter. »Doch als wir ankamen, war das Werktor bereits verschlossen«. Anstatt der erhofften Unterstützung stießen sie lediglich auf einen Wachschutz und ein Schild mit der unmißverständlichen Botschaft: »Für die Beschäftigten des Betonwerks Herford besteht für das Gelände des W...

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