29.04.2010 / Ausland / Seite 6

Malikis Folterkerker in Bagdad

Terror im Irak: Geheimgefängnisse, Strafaktionen, Mord

Joachim Guilliard
Die Führungsspitze Al-Qaidas sei getötet worden, so die Schlagzeilen letzte Woche. Einer der beiden Toten soll der schon häufiger getötete Abu Omar Al-Baghdadi sein. Ob es diesen »Emir« des »Islamischen Emirats im Irak« real gibt, war allerdings immer umstritten. Angeblich wurde der Tod zweier Führer nun von Al-Qaida bestätigt. Doch ein wirklicher Beweis sind die von »Terrorexperten« eifrig ausgewerteten »dschihadistischen« Webseiten auch nicht. Viele Experten und auch einige amerikanische Militärs halten den »Islamischen Staat Irak« für nichts weiter als eine im Jahr 2006 gegründete virtuelle Bewegung, die sich zu allen möglichen Terroranschlägen bekennt. Unabhängig davon, wie man die Bedeutung der Ermordung der beiden Männer bewertet, die Meldung kam für Ministerpräsident Nuri Al-Maliki zur rechten Zeit.

Zwei Tage zuvor war, wie die LA Times berichtete, ein Geheimgefängnis aufgeflogen, das von den Bagdad-Brigaden betrieben wurde, einer Spezialeinheit, ...

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