26.04.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Zuckerbrot und Peitsche

Die bisher geplanten Finanzhilfen für Griechenland sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber die Auflagen zur Ausplünderung der Bevölkerung werden härter

Andreas Wehr
Es war vorauszusehen. Die auf dem Gipfel der Euroländer am 25. März 2010 gefaßten Beschlüsse zu Griechenland haben die Finanzmärkte nicht im geringsten beeindruckt. Es war ein »Schlag ins Wasser«. (junge Welt vom 7. April). Die stets in Rudeln auftretenden Hedgefonds setzten ihre Spekulationsangriffe ungerührt fort. Weshalb hätte es auch anders sein sollen? Nach der hartnäckigen Weigerung der deutschen Bundesregierung, Griechenland mit Hilfe der EU vor diesen Angriffen solidarisch abzuschirmen, war das Land zum Abschuß freigegeben.

So kletterten die Renditen für griechische Staatsanleihen in den letzten Tagen auf immer neue Höhen. Am 21. April wurde mit 8,17 Prozent für die zehnjährige Anleihe ein neuer Rekordstand gemeldet. Es war eine Frage der Zeit, wann Ministerpräsident Georgios Papandreou die Euro-Länder und den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe bitten mußte, um in der Not wenigstens das Wenige zu bekommen, was man dem Land im März versp...

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