Der Schwarze Kanal
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26.04.2010 / Ausland / Seite 6

Morde an der Tagesordnung

Honduras: Immer mehr Journalisten und Putschgegner werden Opfer von Todesschwadronen

Torge Löding, San José
Mit Zynismus versuchen honduranische Behörden, die zunehmende politische Gewalt gegen Journalisten und Oppositionelle unter den Tisch zu kehren. In den vergangenen vier Monaten sind mindestens sieben Journalisten und zehn prominente Mitglieder der Nationalen Widerstandsfront (FNRP) gegen den Putsch vom 28. Juni 2009 auf offener Straße ermordet worden. Zuletzt fiel am 20. April der Fernsehjournalist Jorge Alberto Orellana tödlichen Schüssen in seiner Heimatstadt San Pedro Sula zum Opfer. Der Sicherheitsminister des aus einer Wahlfarce hervorgangenen Regimes von Porfirio Lobo, Oscar Álvarez, erklärte dazu, daß der Journalist Orellana einem gewöhnlichen Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sei und riet allen Me­dienvertretern »nach Einbruch der Dunkelheit besser aufzupassen«.

»Wir sind mit einer Situation wie zu den finsteren Zeiten der Militärdiktaturen in den 70er und 80er Jahren konfrontiert. Der Staat bedient sich finsterer Revolvermänner un...

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