21.04.2010 / Inland / Seite 2

»Wir werden die Entscheidung nicht hinnehmen«

Kundus-Massaker: Opferanwälte wollen durchsetzen, daß Oberst Klein doch noch vor Gericht kommt. Gespräch mit Wolfgang Kaleck

Peter Wolter
Wolfgang Kaleck ist Rechtsanwalt in Berlin und Generalsekretär des »European Center for Constitutional and Human Rights e. V.«

Sie vertreten gemeinsam mit Ihren Kollegen Bernd Docke und Karim Popal Angehörige der Opfer des Bundesawehrmassakers in Kundus. Das Verfahren gegen den dafür verantwortlichen Oberst Georg Klein wurde am Montag von der Bundesanwaltschaft eingestellt. Werden Sie dagegen vorgehen?

Zunächst einmal werden wir aus formalen Gründen Einspruch einlegen – uns wurde weder Akteneinsicht gewährt noch die Gelegenheit gegeben, uns zum Sachverhalt und zur Rechtslage zu äußern.

Wir gehen aber auch davon aus, daß die Begründung der Bundesanwaltschaft, deren Text wir inhaltlich noch gar nicht im Detail kennen, auch inhaltlich anfechtbar ist. Im übrigen meine ich, daß das Wort »Massaker« den Sachverhalt nicht trifft, damit bezeichnet man eigentlich eine andere Dimension der Tötung von Menschen.

Die Bundesanwaltschaft ist weisungsgebunden. War ...




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