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12.04.2010 / Sport / Seite 8

»Daimler hat den Rassisten Militärfahrzeuge geliefert«

Jetzt bekommt der Konzern die Quittung: Internationale Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Ein Gespräch mit Bernd Eichner

Peter Wolter
Bernd Eichner arbeitet für »medico international« in Frankfurt/M. Die Nichtregierungsorganisation streitet u. a. für das Menschenrecht auf den bestmöglichen Zugang zu Gesundheit

Am Mittwoch treffen sich in Berlin die Daimler-Aktionäre zu ihrer jährlichen Hauptversammlung. Parallel dazu startet »medico international« eine Unterschriftenkampagne zur Unterstützung südafrikanischer Apartheidopfer in der Auseinandersetzung mit dem Stuttgarter Autobauer – Motto: »Daimler – Star of Apartheid«. Wie muß man das verstehen?

Wir werfen der Firma vor, daß sie während der Apartheid in Südafrika Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen geleistet hat. Daimler hat das damalige Rassistenregime mit Maschinen und Fahrzeugen für den Polizei- und Militärapparat ausgerüstet. Das Material wurde zur Bekämpfung von Aufständen in den Townships und zu Destabilisierungskriegen in den Nachbarländern eingesetzt. Und das, obwohl die internationale Staatengemeinschaft ...

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