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09.04.2010 / Titel / Seite 1

Lügen lohnt sich

Mirko Knoche, Hamburg
Beleidigungen, Schläge oder sogar Todesfälle durch Brände. Katastrophale Arbeitsbedingungen und verheerende Unfälle sind Alltag in den Textilfabriken Bangladeschs. Das südasiatische Land gilt als die Nähmaschine der Weltwirtschaft. Achtzig Prozent seiner Exporte bestreitet der bettelarme Staat mit der Ausfuhr von Kleidung. Auch deutsche Discounter profitieren von den frühkapitalistischen Zuständen. Die Einzelhandelskette Lidl beispielsweise. Dennoch werbe das Unternehmen mit Lieferanten, die – so behaupte die Firma – »nachweisen können, soziale Verantwortung aktiv zu übernehmen«, kritisierte die Verbraucherzentrale Hamburg. Den Angaben zufolge heißt es zudem in einem Prospekt des Konzerns vom Januar 2010: »Lidl setzt sich weltweit für faire Arbeitsbedingungen ein.«

Anscheinend eine dreiste Lüge. Wegen »unlauteren Wettbewerbs« hat die Organisation am Donnerstag Klage beim zuständigen Landgericht Heilbronn eingereicht. Unterstützt wird sie dabe...

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