08.04.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein Minischritt

Der neue Atomabrüstungsvertrag zwischen Rußland und den USA ist kein Start in eine Welt ohne Nuklearwaffen. An der Überlegenheit beider Länder ändert er nichts

Claus Schreer
Heute soll der neue zwischen Moskau und Washington ausgehandelte Atomabrüstungsvertrag in Prag feierlich unterzeichnet werden. Er ist das Nachfolgeabkommen für den 1991 abgeschlossenen START-I-(Strategic Arms Reduction Treaty)-Vertrag, der bereits im Dezember 2009 ausgelaufen war. Vorgesehen ist, daß die beiden großen Atommächte die Anzahl ihrer strategischen Nuklearwaffen um 30 Prozent reduzieren. Die Zahl der einsatzbereiten Atomsprengköpfe soll von 2200 (wie im SORT-Vertrag von 2002 beschlossen) auf 1550 für jede Seite reduziert werden. Die strategischen Trägersysteme werden auf jeweils 800 begrenzt. Die Vereinbarungen sollen innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags umgesetzt werden.

»Wir gestalten eine sichere Zukunft für unsere Kinder«, erklärte Obama, als er im Weißen Haus die Einigung mit Moskau über den Abschluß des Abrüstungsabkommens verkündete. In den Medien wurde der neue Vertrag als »historisches Abkommen« und als »Durchbr...

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